Architektur
 
Bau Lexikon
 
Beschläge an Feuer- und Rauchschutztüren
Bei Feuer- und Rauchschutztüren kommt es darauf an, dass sie jederzeit funktionstüchtig sind, und das gilt auch für die Beschläge und anderes Zubehör wie Schlösser, Bänder oder Schließmittel. Beschläge an Feuer- und Rauchschutztüren müssen für den Einbau geeignet sein, was durch das Ü-Zeichen, eine CE-Kennzeichnung oder ein allgemeines Zeugnis der Bauaufsicht nachgewiesen werden kann.

Das Prüfzeugnis legt die Verwendbarkeit der Beschläge an Feuer- und Rauchschutztüren für den Rauchschutz fest, die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für den Bereich des Feuerschutzes. Die technischen Regeln sind im Abschnitt sechs des Teils A und im Teil B der Bauregelliste festgelegt, sie gibt auch darüber Auskunft, was bei Abweichungen zu geschehen hat.
In der Ausgabe 2004 / 1, Teil A, sind die folgenden DIN-Normen aufgeführt:
  • 18250
  • 18262
  • 18263-1
  • 18263-4
  • 18272
  • 18273
  • EN 1154
  • EN 1155
  • EN 1158
Sie gelten in eben dieser Reihenfolge für Einsteckschlösser für Feuerschutzabschlüsse und Federbänder, Türschlösser mit hydraulischer Dämpfung und kontrolliertem Schließablauf, für Schlösser mit Öffnungsautomatik und integrierter elektrischer Feststellvorrichtung, ferner für Feder- und Konstruktionsbänder, Türdrückergarnituren und Schließfolgeregler.

Alle aufgeführten Beschläge an Feuer- und Rauchschutztüren müssen den entsprechenden DIN- Normen genügen, wenn sie eingebaut werden sollen. Für Notausgangsverschlüsse, Panikverschlüsse und einachsige Tür- und Fensterbänder ist eine CE-Kennzeichnung vorgeschrieben, wie die Bauregelliste B, Teil 1, es in derselben Ausgabe vorsieht. Hierbei kommen die DIN-Normen EN 179, EN 1125 und EN 1935 zum Tragen.

Nur Beschläge an Feuer- und Rauchschutztüren, die diesen Anforderungen genügen, sind zum Einbau zugelassen. Wenn anderweitig hergestellte Fabrikate verwendet werden, gefährdet das die Sicherheit und zieht gegebenenfalls Schadensersatzforderungen nach sich.
   
Impressum