Architektur
 
Bau Lexikon
 
Türbänder
Um zu verhindern, dass Türen aus dem Rahmen fallen, gibt es Türbänder. Sie (ver)binden das Türblatt mit dem Rahmen in der Wand, auch Zarge genannt. Auf Türen aus senkrechten Einzelbrettern, wie sie bei Holzschuppen verwendet werden, sieht man noch Bänder, die aus langen Blechstreifen gefertigt sind. Dieses Bandoberteil ruht mit einer Öse auf einem zylindrischen Dorn, der aus dem Unterteil ragt, das am Rahmen oder der Zarge befestigt ist. Um diesen Dorn erfolgt die Drehbewegung. Da es pro Tür mindestens zwei Bänder gibt, müssen diese beiden nicht nur das Gewicht tragen, sondern auch die Drehmomente, die sich bei Benutzung der Türe ergeben, z. B. wenn ein Kind hängend an der Tür schwingt.

Bei modernen Türen bestehen die Türbänder aus praktischen Einbohrbändern, deren runde Zapfen in eingelassenen Aufnahmen des Türblattes und der Rahmenkonstruktion stecken. Diese Aufnahmen erlauben im Gegensatz zu den historischen Bändern eine Verstellung in mehreren Ebenen, damit die Türe den Gegebenheiten angepasst werden kann. Wohnraumtüren sind genormt, es gibt aber auch sogenannte Objekttüren, deren Türbänder besondere Konstruktionen darstellen, da diese sich etwa beim Öffnen heben, einen bestimmten Abstand in der Zarge aufweisen müssen oder auch einen definierten Anpressdruck besitzen sollen. Auch heute besteht ein Türband aus Bandunterteil mit Dorn und Bandoberteil.
   
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